Manta – Garage Finsing

… hier ist der Wahnsinn zu Hause!

Jan
13

Elektroinstallation der Werkstatt

Posted by Michi

 

Ich weis noch gut als ein Vermieter beim Ausfüllen des Mietvertrags auf Nachfrage meinte, dass „normaler Licht-Strom“ mit drin sei. Als dann aber nach und nach eine Hebebühne, ein Kühlschrank und ein Schweißgerät in der Halle stand, war es mir selber nicht mehr so recht. Mich plagte das Gewissen. Also wurde im Netz ein Drehstromzähler ergattert um genau abrechnen zu können.

Bis auf die Beleuchtung läuft bis heute auch alles über diesen Zähler, wobei diese auch bald umgeklemmt wird. Hierfür wollte ich vorher das OK des Vermieters einholen, weil an dem Sicherungskasten in meiner Schrauberbude auch noch andere, mir unbekannte Sachen hingen. Nachdem ich nun die Freigabe für „willkürliches Schalten und Walten“ habe, kann ich mich die Tage ans Kabel ziehen machen und alles ordentlich verlegen.

Begonnen wurde mit der Werkbank, die um einen Steckdosenkanal erweitert wurde. In diesen Kanal wurde ein 12 Volt-Anschluss sowie ein analoges Voltmeter integriert. Dieser Anschluss ermöglicht mir künftig das Prüfen von diversen Geräten (Autoradios, Verstärkern, Funkgeräten, usw. …). Die 0,75qmm-Zuleitung wurde durch eine 2,5qmm-Leitung ersetzt. Somit können bis zu 20 Ampere am Prüfanschluss abgenommen werden.

Auch mein Lötkolben bekam einen 2., festen Trafo, um nicht immer das ganze Zeug rauskramen zu müssen. Der Trafo wurde unter die Werkbank geschraubt und angeschlossen.

An der Vorderseite wurde eine Platte montiert, an der zwei weitere Doppelsteckdosen sowie ein Druckluftanschluss installiert wurden.

An der Unterseite der Werkbank wurden je eine Steckdose für Kompressor und Ständerbohrmaschine installiert. Nach umfangreicher Prüfungen der korrekten Verdrahtung steht diese nun zum Anschluss ans Netz bereit.

Nun komme ich zum eigentlichen Umbau.

Es wurde damit begonnen einen Anschlussplan zu erstellen, damit größere Geräte nicht alle auf einer Phase hängen. Da die Hebebühne alle 3 Phasen gleichermaßen beansprucht, betrifft dies hauptsächlich den Kompressor sowie das Schweißgerät. Der Kompressor benötigt nur eine Phase, während das Schweißgerät zwei Phasen benötigt. Weil diese Geräte oft zusammen in Betrieb sind (z.B. bei Schweißarbeiten an der Karosserie), werden diese an verschiedene Phasen angeschlossen. Der Kompressor kommt zusammen mit dem Dauerstrom an Phase 1, und der Anschluss für das Schweißgerät an Phase 2 und 3. So kann eine Überlastung einzelner Leitungen ausgeschlossen werden. Alle weiteren Steckdosen werden gleichmäßig verteilt.

  Auch geplant ist ein Hauptschalter, damit die Halle mit einem Handgriff stromlos gemacht werden kann wenn niemand da ist. Für Licht, Kühlschrank und Ladegeräte wird eine separate Leitung gelegt die den Hauptschalter umgeht.

Die Starkstromdose (an der die komplette Elektronik der Halle hängt) ist bereits über drei 20A- Sicherungen in dem alten Sicherungskasten abgesichert. Ein FI (Fehlerschutzstromschalter) befindet sich in der Zuleitung zur Halle in einem Nebengebäude. Somit bleibt es mir erspart einen FI zu setzen.

Die Sicherung für Dauerstrom dient also nur zu Schaltzwecken bei Bedarf.

Update 07.12.2012

 Nun wird es ernst… Neben dem Sicherungskasten der Halle wurde eine Platte montiert, auf der der Stromzähler, der Hauptschalter, sowie eine Doppelsteckdose ihr neues Zuhause fanden. Hierbei wurde Platz zum Nachrüsten von Notbeleuchtung, Bewegungsmeldern oder Ähnlichem gelassen.

Vom Hauptschalter ging es mit einem 5×2,5qmm Starkstromlabel weiter in eine Verteilerdose, welche in der Nähe der alten Verteilung gesetzt wurde. Der Dauerstrom wurde über ein 3×1,5qmm Kabel ebenfalls zu dieser Verteilerdose gelegt.

So mancher Elektroinstallateur mag beim Anblick vielleicht die Nase rümpfen weil hier mit Wargo-Klemmen gearbeitet wurde. Aber keine Angst – Hier wurden GS-Klemmen mit 20A Belastbarkeit aus dem Fachmarkt verbaut und keine Billigware aus dem Netz. Bevor hier der Rauch aufsteigt fliegt mit Sicherheit die Sicherung. Abgesehen davon – bisher hing alles ohne Probleme an der 16A-Dose. Der Stromfluss ist daher allgemein eher als gering einzustufen. Hab ja schließlich keinen Hochofen in der Werkstatt 😉

08.01.2013

Heute kam der knifflichste Punkt – Das Umklemmen des Lichtstroms.

Ich habe mich getraut den Sicherungskasten meiner Werkstatt zu öffnen, um die Phase für den Lichtstrom umzuklemmen. Ursprünglich wollte ich dies in einer darüber liegender Verteilerdose machen, aber darin kannte sich ja kein Mensch aus. Um nicht das Gefrierfach meines Vermieters aufzutauen, wurde „der Eingriff“ unter Spannung durchgeführt. Zugegeben – wenn ich nicht gewusst hätte, dass in der Hauptleitung ein FI (Fehlerschutzstromschalter) hängt, hätte ich die Finger davon gelassen. Wer lässt sich schon gerne grillen…

So, geschafft. Nun läuft der Strom komplett über die Starkstromdose in meinen Zwischenzähler. Noch ein Kabelkanal für´s Auge, und die Ecke ist schon mal fertig.

Großer Vorteil: Bei künftigen Arbeiten an der Verkabelung braucht nur der Starkstromstecker gezogen werden, und schon besteht keine Gefahr mehr eines Schlages oder der unabsichtlichten Auslösung des FI.

Auch an meiner „Computerecke“ wurden Veränderungen vorgenommen. Der fliegende, provisorische Aufbau von Verlängerungskabeln und Mehrfachsteckdosen wurde entfernt. Stattdessen wurde oberhalb des Monitors eine fest installierte Steckdosenleiste mit eigener Zuleitung montiert, an der die EDV sowie die Steckdosen rechts angeschlossen wurde.

In der „Zwischenetage“ von Computer und Kühlschrank fand eine Doppelsteckdose ihr neues Zuhause, welche an „Dauerstrom“ geklemmt wurde. An dieser wurde der Kühlschrank angesteckt. Der zweite Anschluss ist für mein Ladegerät reserviert, um Autobatterien auch über Nacht laden zu können.

Weiteres in kürze…

Z U R Ü C K

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